Trotz Bäder- und Barockstraße steht die Ferienregion Oberschwaben-Allgäu klar im Schatten der übermächtigen Konkurrenz von Schwarzwald und Bodensee. Die SPD im Land will das ändern. Bei einem Hearing der Partei in Aulendorf, an dem auch der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Claus Schmiedel, teilnahm, wurden Ideen gesammelt.
Neun Tage vor der Bundestagswahl, am Freitag 18. September kommt der SPD Parteivorsitzende Franz Müntefering zur Kundgebung nach Ravensburg. Neben großen Erwartungen an den Redner herrscht beim SPD Kreisverband aber auch viel Freude über den Prominenten Gast in der Türme-Stadt.
Die Planungen zur Veranstaltung auf dem Marienplatz laufen derweil auf Hochtouren. Dabei arbeitet das Team um SPD Kandidatin Anne Jenter eng mit der Stadtverwaltung und den Sicherheitsexperten der Polizei zusammen. Eine Ortsbegehung des Organisationsteams hat bereits vergangene Woche stattgefunden. Dabei waren die Gäste vom Parteivorstand in Berlin beeindruckt von der historischen Kulisse rund um den Marienplatz.
Die SPD-Bundestagskandidatin Anne Jenter freue sich sehr über die Zusage des Parteivorsitzenden Müntefering, nach Ravensburg auf den Marienplatz zu kommen. Die SPD zeige Flagge im Bundestagswahlkampf im Süden des Ländle.
"Mit Franz Müntefering an der Seite und den vielen SPD-Kräften vor Ort kämpfe ich um jede Stimme in Oberschwaben und im Westallgäu", sagte Anne Jenter.
Die Bundestagskandidatin der SPD für den Wahlkreis Ravensburg will die umlagefinanzierte Gesetzliche Rentenversicherung stärken und weiterentwickeln.
„Wir brauchen eine Erwerbstätigenversicherung für alle, für Selbständige, Solo-Selbständige, Abgeordnete und mit Übergangsregelungen auch für Beamtinnen und Beamte", sagte die Bundestagskandidatin Anne Jenter am 15. Juli bei einer Veranstaltung der IG Metall in Ravensburg. Jenter betonte, dass gute, sozialversicherungspflichtige Arbeit die Basis für existenzsichernde Renten ist. „Der Boom von Mini-Jobs muss gestoppt werden, sonst droht Altersarmut in bisher ungekanntem Ausmaß“, warnte die SPDPolitikerin. Dies gelte besonders für Frauen. Aber auch Männer - vor allem jüngere - würden zunehmend in prekäre Beschäftigungsverhältnisse gedrängt.
Anerkennung und Unterstützung erhielten die Studierenden der beiden Weingartener Hochschulen vom SPD-Kreisverband Ravensburg für ihre Beteiligung am bundesweiten Bildungsstreik. Es sei erfreulich, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Gisela Müller, in welchem Umfang es den Initiatoren gelungen sei, ihre Kommilitonen für ein selbstbestimmtes Leben und Lernen, für die Abschaffung sämtlicher Bildungsgebühren und für die öffentliche Finanzierung des Bildungssystems zu mobilisieren. Ausdrücklich begrüßte sie die Teilnahme der Jusos an der Veranstaltung. Die Forderungen der Streikenden würden von der SPD in vollem Umfang unterstützt. Müller wies auf die von der SPD-Landtagsfraktion gestartete Aktion "Bildungsaufbruch in Baden-Württemberg" hin. Mit dieser Aktion wolle ihre Partei das Thema Bildung als das Leitthema des 21. Jahrhunderts in die öffentliche Diskussion bringen. Gisela Müller wies ferner auf den Ende Juli stattfindenden nächsten Kreisparteitag der SPD hin, der ebenfalls dem Thema Bildung gewidmet sei.
Schwäbische Zeitung vom 23.06.2009
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