Vandalismus in Wilhelmsdorf

Veröffentlicht am 12.12.2018 in Pressemitteilungen

„Die berühmte schwäbische Hausfrau ist halt manchmal ziemlich kostspielig.“

Mit dieser saloppen Feststellung reagierte der Vorsitzende der Wilhelmsdorfer Sozialdemokraten auf einen Bericht der Schwäbischen Zeitung, wonach der Vandalismus in der Riedgemeinde überhandnehme.

Jürgen Angelbeck erinnert sich an den bereits vor Jahren mit dem Gemeinderat ausgefochtenen Streit über die von Angelbeck so bezeichnete „Wilhelmsdorfer Verdunkelungsverordnung“.

Schon damals habe seine Parteigliederung darauf hingewiesen, dass die vom Gemeinderat beschlossene Abschaltung nächtlicher Beleuchtung von Straßen und Wegen geradezu als Einladung für Ganoven und Vandalen verstanden werden könne. „Wenn die Bürgermeisterin nunmehr feststellt, dass die Täter im Dunkeln agierten, was deren Ermittlung erschwere, verbreitet sie eine Binsenweisheit“, sagt Angelbeck. Umso unerklärlicher ist ihm, dass Sandra Flucht nicht zuerst einmal dafür sorgt, dass in Wilhelmsdorf nachts das Licht wieder angeschaltet wird, ehe sie über die kostspielige Beauftragung eines privaten Sicherheitsdienstes nachdenkt oder um verstärkte Präsenz bei der ohnehin mehr als ausgelasteten Weingartener Polizei „bettelt“. Offenbar sei für den Gemeinderat weiterhin eine relativ geringe Ersparnis bei den Stromkosten wichtiger als die naheliegende Vorbeugung gegen Vandalismus und Kriminalität.

Die Wilhelmsdorfer Sozialdemokraten stimmen der Bürgermeisterin ausdrücklich zu, wenn sie ein frustrierendes und leidiges Thema in diesem Zusammenhang ausmacht und die Frage stellt, was „die jungen Leute denn zu so etwas“ bewegt und „woher dann diese Zerstörungswut“ komme.

Ihre Feststellung, wonach es „doch allen so gut“ gehe, teilen die Genossen allerdings nicht. Vielmehr sei wohl treffender mit dem Volksmund zu sagen, dass es vermutlich einigen jungen Leuten zu gut gehe. Ausrasten und Regelmissachtung seien vermutlich auch die Folge eines in Wilhelmsdorf nahezu gegen Null gehenden Freizeitangebots für junge Menschen, meint Angelbeck.

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