Ortsverein
Am letzten September Wochenende folgten Mitglieder des OV Leutkirchs der Einladung von Heike Engelhardt zu einer Politischen Bildungsreise nach Berlin.
Bei dieser 4 tägigen Fahrt konnte das politische und historische Berlin näher kennengelernt werden.
So wurde die Ausreisehalle - besser bekannt unter „Tränenpalast“ - der ehemalige Übergang Bahnhof Friedrichstraße von der DDR in die BRD besucht.
(Es erinnerten sich hier einige Teilnehmer noch an ihren ersten Grenzübertritt an dieser Stelle in den 80er Jahren und das beklemmende Gefühl in dem Gebäude). Im Dokumentationszentrum „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ wird einem erst bewusst, wie viele Menschen sich im Augenblick auf der Flucht befinden. Auch dass diese Zahlen seit Jahren steigen, ist nichts positives. Diese Fluchtbewegungen werden durch die verschieden Installationen der Ausstellung einem sehr nahbar gemacht. Auch wie sich das Gesicht Europas nach dem zweiten Weltkrieg veränderte und welche Fluchtbewegungen daraus resultierten, die sich Richtung Deutschland aufmachten, werden einem da richtig bewusst.
Doch auch leichtere Termine standen auf dem Reiseplan, so wie der Besuch des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Dazu konnten wir im Paul-Löbe Haus unsere Abgeordnete Heike zu einem längeren Gespräch über aktuelle Themen treffen. Die auf mehrere Tage aufgeteilte Standrundfahrt mit politischem/historischem Bezug brachte doch noch viele neue Aspekte der Geschichte Berlins zu Tage. Auf eigen Faust wurde später dann Berlin erkundet. Und da darf In Berlin als SPDler natürlich ein Besuch im Willi Brandt Haus nicht fehlen.
Wer in der Kernstadt und den Siedlungen spazieren geht, dem wird auffallen, dass zahlreiche Wohnungen und Häuser seit längerem unbewohnt scheinen. Parallel dazu gibt es viele Menschen, die auf der verzweifelten Suche nach Mietwohnungen generell und insbesondere nach bezahlbarem Wohnraum sind. Interessant wird das Ergebnis der Befragung für den Zensus sein, ob dieser Eindruck sich bestätigt oder ob gar noch viel mehr Wohnungen leer stehen.
Gemeinderat und Stadtverwaltung haben auf dieses Missverhältnis reagiert, indem kein Baugebiet mehr ohne Sozialwohnungen entsteht und dennoch reicht dies bei weitem nicht aus.
Die Caritas Bodensee-Oberschwaben versucht seit einigen Jahren mit dem Projekt „Herein“ Wohnraum zu gewinnen, indem sie eine gewisse Zeit für die Bezahlung der Miete und eventuelle Schäden durch den Mieter einsteht. Der Erfolg in Leutkirch ist bislang ein sehr bescheidener, nur wenige Vermieter konnten gewonnen werden.
Der SPD Ortsverein möchte dennoch nicht lockerlassen und hat daher Christian Mayer von „Herein“ eingeladen, das Projekt auf dem Bauernmarkt am 02.Juli erneut vorzustellen. Er möchte mit Wohnungsbesitzern ins Gespräch kommen, die vielleicht schon einmal schlechte Erfahrungen mit Mietern gemacht haben und daher einer erneuten Vermietung skeptisch gegenüberstehen. Falls nur ein Interessent gewonnen werden könnte, wäre die Aktion schon ein Erfolg, so der Ortsvereinsvorsitzende Stefan Schilpp.
"Ich engagiere mich für die SPD, weil ich schon als Jugendliche politisch interessiert war und mich schon länger auch politisch einbringen wollte. Seit etwa 2 Jahren bin ich nach Ausbildung, Studium und Auslandsaufenthalten wieder zurück in Wangen und möchte mich hier für die Themen Soziale Teilhabe besonders von Kindern & Jugendlichen, Gleichstellung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und eine friedliche, respektvolle und tolerante Gesellschaft starkmachen. All das soll dann auch in die zukünftige Arbeit in unserem Ortsverein in verschiedenster Form einfließen, sei es durch Statements, Aktionstage oder ähnlichem. Hier gemeinsam mit Matthias, Michael und allen anderen Mitgliedern aktiv zu Gestalten, darauf freue ich mich."
"Meinen ersten Kontakt zur SPD hatte ich während des Informatikstudiums in Konstanz. Ich bin in die Partei eingetreten, da ich der Meinung bin, dass für die Zukunftsthemen Klimawandel und Veränderungen am Arbeitsmarkt eine funktionierende Gesellschaft und damit eine gesunde Sozialdemokratie gebraucht wird. Nach meinem Umzug zurück nach Wangen möchte ich mich hier besonders für die Themen Jugendkultur, Festivitäten und Verbesserungen im Bereich Energie und Mobilität engagieren. Ich hoffe, dass sich andere rund um Wangen ebenfalls motivieren lassen, sich für die kommunale und überregionale Sozialdemokratie stark zu machen, sodass wir möglichst viele mit unseren Anliegen erreichen und so ein respektvolles Zusammenleben ermöglichen können!"
"Ich komme ursprünglich aus Großbritannien, bin aber seit 2007 in Deutschland zuhause und arbeite seit 2013 in Wangen. Ich habe in verschiedenen Pflegeheimen im Allgäu gearbeitet und mache jetzt die Ausbildung zum Krankenpfleger in der Oberschwabenklinik in Wangen. Dass junge Leute und Arbeiter für kommunale Politik sich interessieren finde ich sehr wichtig und deswegen möchte ich selber etwas Positives in meiner Heimat hier in Wangen bewirken. Die Hauptthemen, die mich momentan in der regionalen Politik sehr interessieren sind – der Erhalt der zwei Krankenhäuser in Wangen und Bad Waldsee, die Verkehrssituation in der Wangener Altstadt und die Zukunft von bezahlbaren Wohnungen für junge Leute und Familien. Seit drei Jahren bin ich Mitglied der SPD und möchte, dass die Partei in Wangen und im Allgäu eine starke sozialdemokratische Politik für die Menschen hier anbietet. Ich bezeichne mich als sozial eher konservativ und wirtschaftlich links."
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