Aktuelles
Besuch bei zebris Medical in Isny:
SPD-Isny und Landtagskandidatin Rosa Hübner diskutieren Innovationskraft und Herausforderungen im ländlichen Raum.
Ein architektonisches Highlight entworfen von den Architekten Gottfried und Peter Böhm beherbergt ein wachsendes und innovatives Unternehmen mitten in Isny: das Medizintechnikunternehmen zebris medical GmbH entwickelt seit über 30 Jahren hochpräzise Mess- und Trainingssysteme „Made in Germany“ für Zahnmedizin, Orthopädie, Rehabilitation, Veterinärmedizin und weitere Bereiche.
Engagement bei der Unterstützung verschiedenster, meist kultureller Einrichtungen in Isny ist für zebris eine Selbstverständlichkeit.
Ein gegebener Anlass für die SPD Isny und die aus Isny kommenden Landtagskandidatin Rosa Hübner, dieses dynamische Unternehmen zu besuchen und sich von Geschäftsführer Wolfgang Brunner von der Innovationskraft überzeugen zu lassen.
Brunner, aus Isny stammend, begann seine Berufslaufbahn an der NTA, der er bis heute als Vorsitzender des Stiftungsrats verbunden ist.
Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle Entwicklungen in der biomechanischen Medizintechnik sowie die Bedeutung regionaler Innovationskraft für die Gesundheitsversorgung von morgen. Zebris setzt weltweit Maßstäbe in der Bewegungsanalyse, von der digitalen Kiefergelenksdiagnostik bis zum PhysioWalk für das wohnortnahe Gangtraining. Zu diesen Themenfeldern veranstaltet zebris internationale Symposien, bislang in den Geschäftsräumen, und wegen des großen Interesses demnächst im Kurhaus.
Im anschließenden Dialog rückten zentrale Standort- und Wirtschaftsfragen in den Fokus: Die schwierige Wohnraumsituation in Isny, der zunehmende Fachkräftemangel und die wachsenden regulatorischen Anforderungen – etwa durch die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR), erläuterte Brunner: „Das bindet Ressourcen, die wir eigentlich in Forschung und Entwicklung investieren möchten.“
Auch der Mangel an bezahlbarem Wohnraum wurde offen angesprochen. Für ein wachsendes Unternehmen wie zebris, das qualifizierte Fachkräfte gewinnen und halten möchte, sei dies ein ernstzunehmender Standortfaktor.
Dennoch: über 60 Mitarbeitende, ein globales Vertriebsnetz und MDR-zertifizierte Qualität stehen für Innovationskraft aus dem Allgäu. Zebris erweitert derzeit seine Betriebsstätte um mehr als das Doppelte.
Die SPD-Delegation war äußerst interessiert und offen für die Problematik . „Gerade innovative Mittelständler wie zebris zeigen, welches Potenzial im ländlichen Raum steckt – wenn die Rahmenbedingungen stimmen“, betonte Rosa Hübner.
Sie arbeitet als Gesundheitsmanagerin, bringt Auslandserfahrung mit und hatte es im Judo sogar zur Leistungssportlerin gebracht: Die 34-jährige Rosa Hübner bewirbt sich um das Landtagsmandat im Westallgäu. Am 11. Juli stellte sie sich in Kißlegg vor und machte deutlich: „Ich stehe wieder auf der Matte und kämpfe“.
Wofür sie sich besonders einsetzen will? Einmal für die „hochqualifizierten Fachkräfte“ in der Automobilindustrie, die „zunehmend im Regen stehen gelassen werden“. Die Situation kennt sie nach ihrer Ausbildung als Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistungen der spanischen Branche aus erster Hand. Genauso treibt sie der Fachkräftemangel um, „der sich mit Renteneintritt der Babyboomer erheblich verschärfen wird“.
Gut aufgestellt sieht sich der SPD-Kreisverband Ravensburg für die anstehenden Aufgaben in der Region wie auch für die Landtagswahl. Zu einem Workshop in Isny trafen sich die Vorsitzenden und weitere Mitglieder aus allen Ortsvereinen. Dabei stellten sie auch ihre bisherige Arbeitsweise auf den Prüfstand. Deutlich wurde: Bei einer veränderten Mitgliederstruktur und zunehmend älteren Genossinnen und Genossen gilt es, jüngere an der Politik Interessierte wieder mehr für die aktive Mitarbeit zu begeistern. Impulse dazu gaben die Kreisvorsitzende Heike Engelhardt im Rückblick auf ihre Zeit im Bundestag und auf internationale Herausforderungen als Mitglied in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Wirtschaftliche Sicherheit ohne Angst vor einem guten Leben im Alter stellte Ex-Arbeitsminister Walter Riester in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Rosa Hübner, Landtagskandidatin für den Wahlkreis Wangen, hob die Bedeutung von Gesundheitsförderung hervor. Ersatzkandidat Korbinian Sekul, Kreisrat aus Aulendorf sprach über Aufgaben sozialdemokratischer Politik aus der Sicht der Jüngeren in unserer Gesellschaft. Moderiert von den beiden Kreisvorsitzenden Heike Engelhardt und Maximilian Kremer, diskutierten die SPD-Mitglieder angeregt. Künftig will man sich nachbarschaftlich übergreifend unterstützen und dabei die Bedürfnisse einzelner Gemeinden im großen Flächenkreis Ravensburg berücksichtigen.
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