Alwin Burth: Haushaltsrede Wangen 2019

Veröffentlicht am 28.01.2019 in Fraktion

Die Schwäbische Zeitung veröffentlicht im Lokalteil von Wangen am 16.01.2019 Auszüge der Haushaltsrede des Wangener SPD-Fraktionsvorsitzenden Alwin Burth:

Ein Bekenntnis zu Pflichtaufgaben bei Schulen und Kindergärten, Vorschläge für die Nutzung des Alten Spitals und Kritik an städtischen Plänen zur Verlagerung des Wohnmobilstellplatzes und dem Bau der Brücke bei Bad Briel: Auf diesen Nenner lassen sich die SPD-Positionen zu den Investitionen bringen. Alwin Burth erklärte: "Beim Alten Spital sollten wir Leerstand vermeiden." Deshalb bekannte er sich dort zum Einbau des Kindergartens, mahnte aber die Vermeidung von Verkehr an. Als Zwischenlösung für den Gebäudekomplex hält er zudem die Unterbringung weiterer Flüchtlinge für möglich. Die Rolle der Bundes-SPD in Sachen Fördergelder betonte er in Sachen Realschulsanierung ebenso wie für Projekte auf dem Erba- Areal.

Die Kritik an den Plänen zur Verlagerung des Wohnmobilstellplatzes auf die "Rote Erde" erneuerte Burth: "Bei den weiteren Planungen müssen wir aufpassen, dass uns die Kosten nicht davonlaufen wie beim Kunstrasenplatz an der Realschule." Und die Brücke bei Bad Briel hinterfragte er wegen des "tatsächlichen Nutzens". Als Schulweg von Deuchelried sei der Tobel zudem ungeeignet. Unter dem Stichwort "Leben" forderte Alwin Burth den Einstieg in den gebührenfreien Kindergarten. Konkret schlug er ein für Eltern kostenfreies Kindergarten- oder Kita-Jahr vor. Möglich mache dies Geld aus Berlin, das nicht im allgemeinen Haushalt "versickern" dürfe. Der SPD-Fraktionschef plädierte für einen rascheren Aus- und Umbau des öffentlichen Nahverkehrs als von der Stadt im Jahr 2021 geplant. Auch wegen der Pendlerströme: "1000 Pendler zwischen Wangen und Ravensburg mit dem eigenen Pkw bedeuten täglich 100 Tonnen geschmolzenes Gletschereis", rechnete er vor. Um unter anderem dies zu erreichen, sollten Einnahmen aus Parkgebühren sowie aus den "Blitzern" für den ÖPNV verwendet und die Busgebühren - analog zu jüngsten Ravensburger Plänen - gesenkt werden. Stattdessen könne man die Parkgebühren erhöhen. Burth forderte ferner unter anderem die Abschaffung öffentlicher Parkplätze in der Innenstadt und eine Verbannung großer Busse aus der Altstadt. Dort soll zudem die Situation für gehandicapte Fußgänger verbessert werden: Er schlug Streifen von bis zu 1,5 Meter Breite mit besser begehbarem Pflaster vor. In Sachen "Wohnen" forderte Alwin Burth "durchdachtes, verdichtetes und auch mehrgeschossiges Bauen". Priorität bei allen Projekten müsse der Bereich Erba/Auwiesen/Südring haben. Generell brauche es in jedem neuen Quartier eine Quote für sozialen Wohnungsbau sowie ein Leerstandsmanagement. Dabei sollten Junge beim Kauf eines alten Hauses unterstützt werden. Unter dem Titel "Arbeiten" fordert die SPD die Schaffung von Gewerbe auf dem ehemaligen NTW-Gelände. Kritisch sieht sie dort Wohnbebauung. Angesichts jüngster Krankenkassen- Forderungen zu mehr Krankenhaus-Zentralisierungen mahnte Alwin Burth zudem, auf den Standort Wangen zu achten und ihn gegebenenfalls auszubauen. Sehr kritisch sieht die SPD Teile der neuen Verwaltungsstruktur und vor allem die künftige "Machtfülle des Oberbürgermeisters". Burth: "Eine Kontrolle wie bisher ist nicht mehr gegeben." Da kein Ressortleiter parlamentarisch gewählt sei, fände die Kontrolle erst im Gemeinderat statt. "Wir werden als Gemeinderäte darauf ein sehr kritisches Auge haben", kündigte er an. Sollte sich die neue Struktur beweisen, will die SPD die Hauptsatzung geändert sehen. Positiv bewertet Burth hingegen die Zusammenfassung der technischen Ämter unter ein Dezernat.

Den vollständigen Text der Haushaltsrede lesen Sie hier.

Homepage SPD Ortsverein Wangen im Allgäu

Jetzt Mitglied werden

Neuigkeiten

12.10.2026 17:43 Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas
Ich danke Bärbel Bas von Herzen für ihren Einsatz, ihre Haltung und ihr Engagement. Wir kämpfen weiter gemeinsam für die soziale Demokratie. „Bärbel Bas hat heute Morgen ihren Rücktritt von Partei- und Ministeramt erklärt. Ich habe großen Respekt vor ihrer Entscheidung. Sie trifft sie aus persönlichen Gründen, die ich zutiefst respektiere. Als Ministerin und Vorsitzende… Matthias Miersch zum Rücktritt von Bärbel Bas weiterlesen

09.10.2026 17:40 Wichtiges Signal für den Wohnungsbau
Die Fortführung und Aufstockung des EH55 Programms bis zum Jahresende ist ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Nun sollten die neuen Fördermöglichkeiten konsequent genutzt werden, um den dringend benötigten Neubau anzukurbeln. „Die Aufstockung der Förderung für den Neubau im Effizienzhausstandard 55 Plus und die Fortführung des Programms bis zum Jahresende sind ein wichtiges Signal für… Wichtiges Signal für den Wohnungsbau weiterlesen

26.09.2026 19:01 Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung
Jetzt braucht es einen gemeinsamen Aufbruch für Olympia. München setzt sich durch. Nachdem die Evaluierungskommission die Konzepte von München und KölnRheinRuhr nahezu gleichauf bewertet hatte, haben sich die Delegierten der außerordentlichen Mitgliederversammlung nun für München als deutsche Bewerberstadt entschieden. Wir gratulieren München und allen Beteiligten zu diesem überzeugenden Konzept. Sonja Eichwede, stellvertretende Vorsitzende: „Herzlichen Glückwunsch… Sonja Eichwede und Bettina Lugk zur Olympia-Entscheidung weiterlesen

25.09.2026 19:03 Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing
Umsetzung von EU-Regeln gegen Greenwashing: Koalition schafft pragmatische Lösung für Altwarenbestände Am 27. September 2026 treten neue Regeln in Kraft, nach denen Umweltaussagen in der Werbung oder auf Produktverpackungen jetzt klar und nachvollziehbar belegt werden müssen. Um einen pragmatischen und verhältnismäßigen Umgang mit Altbeständen sicherzustellen, justieren wir nach. Carmen Wegge, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin: „‘Einfach… Wegge/Heselhaus zu EU-Regeln gegen Greenwashing weiterlesen

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de